Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Rohrheim                                               

Auch unsere Einsatzabteilung besteht aus einer Gruppe von Feuerwehrleuten im Alter von 17 bis 60 Jahren.                                                                                                                                                                                   Alarmiert wird in Groß-Rohrheim in der Regel über den Funkmeldeempfänger, d.h. jeder Feuerwehr-angehörige trägt ein kleines Gerät mit sich herum, welches (je nach Bauart mit unterschiedlichen Tönen) alarmiert. Dennoch ist der Einsatz der Sirene hin und wieder nötig. Handybesitzer kennen das Problem - auch die Funkmeldeempfänger sind nicht gegen Funklöcher gewappnet, und auch nicht „unkaputtbar“.                                   Eine Verbesserung des Empfangs soll mit dem neuen Digitalfunk gewährleistet sein, welcher allerdings noch in den Startlöchern steht. Kommt nun eine solche Alarmierung, eilen die verfügbaren Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus. Umziehen, Fahrzeuge besetzen und ab in Richtung Einsatzstelle. Unsere Hilfeleistungsfrist beträgt 10 Minuten. Das heißt: 10 Minuten von der Alarmierung bis zur Einsatzstelle. Zehn Minuten, die für den in Not geratenen oder Hilfe suchenden Menschen eine Ewigkeit bedeuten. Wertvolle Zeit, die den Feuerwehren aber oft verloren geht, weil Falschparker die Straßen blockieren und zu Umwegen zwingen. Oder - was auch vorkommt - die anrückenden Feuerwehrkräfte müssen erst für ihr eigenes Auto einen Parkplatz suchen, weil uneinsichtige Autofahrer die Feuerwehrparkplätze blockieren.  


Der überwiegende Teil des Brandschutzes wird in Deutschland von Freiwilligen Feuerwehren geleistet (Näheres zu den verschiedenen Feuerwehrarten finden Sie unter der Rubrik "Über die Feuerwehr").                                   Genau wie wir, gehen diese Menschen einem Zivilberuf nach, kommen von Zuhause oder (soweit möglich) von der Arbeitsstelle. Das kann zu bestimmten Zeiten, wie über Tag, zu Personalengpässen führen, da heutzutage immer längere Arbeitswege in Kauf genommen werden müssen. Und nicht jeder, der am Ort arbeitet, kann arbeitstechnisch auch immer weg…                                                                                                                                    Auch die Einsatzabteilung von Groß-Rohrheim kämpft mit diesem Problem. Derzeit beträgt die Gesamt-mannschaftsstärke 43 Feuerwehrleute, darunter 8 Frauen. Hört sich auf den ersten Blick gut an, aber diese 43 Leute sind nie alle gleichzeitig verfügbar. Tagsüber am Ort bleiben davon gerade mal 5 oder 6. Im Idealfall sind einige Schichtarbeiter zu hause, aber es kann schon ziemlich eng werden.

 
Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau wird man nicht von heute auf morgen. Zur Ausbildung am Standort kommen noch Lehrgänge, die über mehrere Wochenenden gehen, wobei der Grundlehrgang (in Heppenheim und Lorsch) mit fünf Wochenenden der längste ist.                                                                                                                  Zum Truppführerlehrgang geht es nach Lampertheim, Funklehrgang ist in Rimbach, Atemschutz wird in Bürstadt ausgebildet, Mörlenbach übernimmt den Maschinistenlehrgang und in Hüttenfeld hat man die Möglichkeit sich zum Motorkettensägenführer ausbilden zu lassen.                                                                                                             Für alle weiteren Lehrgänge muss allerdings die Fahrt nach Kassel zur Hessischen Landesfeuerwehrschule angetreten werden, oder – was die Jugendarbeit betrifft- nach Marburg/Kappel.
    
Hin und wieder gibt es die Möglichkeit sich auch auf Kreisebene weiterzubilden. So gastierte z.B. der Rettungszug der Deutschen Bahn im benachbarten Biblis und brachte die Möglichkeit der praktischen Übung zum Thema "Gefahrgutunfall mit Kesselwagen" quasi vor die Haustür.
"Schlange lag im Treppenhaus" - eine Schlagzeile, die man mittlerweile fast täglich in irgendeinem Medium findet - auch hier wurde bei uns mittlerweile von einem Experten geschult.
Berichte zu diesen Fortbildungen finden Sie auf der Seite "Ausbildung".
Immer wieder Neues gibt es auch zum Thema "Fotovoltaik und/oder Solaranlagen".  Auch ein Besuch auf dem Schrottplatz kann zur Fortbildung werden, wenn die Handhabung von Rettungsschere und Spreizer geübt werden kann: "Wo sind bei den neuen Modellen die Schwachpunkte? Wo kann ich ansetzen?"
Nicht zu vergessen: alle zwei Jahre der Erste Hilfe Kurs, um auch hier nicht "auf dem Schlauch zu stehen".                                                                                                                                                               
  
   Die Einsatzabteilung in Zahlen und Alter: das Durchschnittsalter beträgt im Jahr 2011 31 Jahre. 

Alter der Einsatzkräfte               Feuerwehrmänner Feuerwehrfrauen 
17 bis 26 Jahre 16
4
27 bis 40 Jahre 142
41 bis 50 Jahre 10
2
51 bis 60 Jahre
 3 

 
Helfen kann jeder!

Wir bilden aus. Gemeinsam stark- freiwillig!

Notruf Feuerwehr/ Rettungsdienst 112