Die Einsatzabteilung besteht aus einer Gruppe von Feuerwehrleuten im Alter von 17 bis 60 Jahren.
Alarmiert wird bei uns in der Regel über den Funkmeldeempfänger, d.h. jeder Feuerwehrangehörige trägt ein kleines Gerät mit sich herum, welches (je nach Bauart mit unterschiedlichen Tönen) alarmiert. Dennoch ist der Einsatz der Sirene hin und wieder nötig. Handybesitzer kennen das Problem- auch die Funkmeldeempfänger sind nicht gegen Funklöcher gewappnet, und auch nicht „unkaputtbar“. Eine Verbesserung des Empfangs soll mit dem neuen Digitalfunk gewährleistet sein, welcher allerdings noch in den Startlöchern steht. Kommt nun eine solche Alarmierung, eilen die verfügbaren Einsatzkräfte zum Feuerwehrhaus. Umziehen, Fahrzeuge besetzen und ab in Richtung Einsatzstelle. Unsere Hilfeleistungsfrist beträgt 10 Minuten. Das heißt: 10 Minuten von der Alarmierung bis zur Einsatzstelle. Zehn Minuten, die für den in Not geratenen eine Ewigkeit bedeuten. Wertvolle Zeit, die den Feuerwehren aber oft verloren geht, weil Falschparker die Straßen blockieren und zu Umwegen zwingen. Oder- was auch vorkommt- die anrückenden Feuerwehrkräfte müssen erst für ihr eigenes Auto einen Parkplatz suchen, weil uneinsichtige Autofahrer die Feuerwehrparkplätze blockieren.
Der überwiegende Teil des Brandschutzes wird in Deutschland von Freiwilligen Feuerwehren geleistet. Genau wie wir gehen diese Menschen einem Zivilberuf nach, kommen von Zuhause oder (soweit möglich) von der Arbeitsstelle. Das kann zu bestimmten Zeiten, wie über Tag, zu Personalengpässen führen, da heutzutage immer längere Arbeitswege in Kauf genommen werden müssen. Und nicht jeder, der am Ort arbeitet, kann arbeitstechnisch auch immer weg… Auch die Einsatzabteilung von Groß-Rohrheim kämpft mit diesem Problem. Derzeit beträgt die Gesamtmannschaftsstärke 36 Feuerwehrleute, darunter 4 Frauen. Hört sich auf den ersten Blick gut an, aber diese 36 Leute sind nie alle verfügbar. Tagsüber am Ort bleiben davon gerade mal 5 oder 6. Im Idealfall sind einige Schichtarbeiter zuhause, aber es kann schon ziemlich eng werden.
Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau wird man nicht von heute auf morgen. Zur Ausbildung am Standort kommen noch Lehrgänge, die über mehrere Wochenenden gehen, wobei der Grundlehrgang (in Heppenheim und Lorsch) mit fünf Wochenenden der längste ist. Zum Truppführerlehrgang geht es nach Lampertheim, Funklehrgang ist in Rimbach, Atemschutz wird in Bürstadt ausgebildet, Mörlenbach übernimmt den Maschinisten-lehrgang und in Hüttenfeld hat man die Möglichkeit sich zum Motorkettensägenführer ausbilden zu lassen. Für alle weiteren Lehrgänge muss allerdings die Fahrt nach Kassel zur Hessischen Landesfeuerwehrschule angetreten werden, oder –was die Jugendarbeit betrifft- nach Marburg/Kappel. Zum Glück gibt es noch Mitbürger, die bereit sind, diese Mühen auf sich zu nehmen. Nur leider werden es immer weniger, die bereit sind, sich 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr für ihre Mitmenschen zu engagieren und Menschen, die in Not geraten sind zu helfen. Jeder, der Unseresgleichen belächelt, sollte sich nur eine einzige Frage stellen: „Was ist, wenn es brennt (oder ich im Auto eingeklemmt bin) und keiner kommt?“
Die Einsatzabteilung in Zahlen und Alter:das Durchschnittsalter beträgt im Jahr 2008 35 Jahre.
| Alter der Einsatzkräfte | Feuerwehrmänner | Feuerwehrfrauen |
| 17 bis 25 Jahre | 8 | 2 |
| 16 bis 50 Jahre | 24 | 4 |
| 51 bis 60 Jahre | 5 |
Helfen kann jeder!
Wir bilden aus. Gemeinsam stark- freiwillig!